Erosion und Denkmalschutz am Bodensee und Zürichsee

Ein Projekt im Rahmen von Interreg IV »Alpenrhein – Bodensee – Hochrhein«

Ökologische Begleituntersuchungen an Erosionsschutzmassnahmen im INTERREG IV-Projekt “Erosion und Denkmalschutz am Bodensee- und Zürichseeufer“

Im Rahmen des INTERREG IV-Projekts „Erosion und Denkmalschutz im Bodensee und Zürichsee“ soll eine Reihe von Unterwasserdenkmalen u. a. im westlichen Bodensee durch Sicherungsmaßnahmen vor flächenhafter Erosion und Zerstörung geschützt werden. Bei den Erosionssicherungen – geplant sind mehrere Varianten von Kies- und Geröllschüttungen mit und ohne Geotextil-Unterlage – handelt es sich um Pilotprojekte, die in späteren Jahren auch an weiteren erosionsgefährdeten Siedlungsplätzen umgesetzt werden sollen.

Die vorgesehenen Erosionssicherungsmaßnahmen stellen dauerhafte Eingriffe in die sublitoralen Lebensräume dar, die der sorgfältigen Abwägung unter Berücksichtigung der Zielsetzungen des Gewässerschutzes und des Naturschutzes bedürfen. Hierzu dienen ökologische Begleituntersuchungen, die die Auswirkungen auf bestimmte Schutzgüter darlegen und ggf. dem Vorhabensträger bei der Optimierung einer Erosionssicherungsmaßnahme helfen. Derartige Untersuchungen sollen von Beginn an auch Teil des genannten Projekts sein.

Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich am Überlinger See auf die Stationen Sipplingen-Osthafen, Litzelstetten-Krähenhorn sowie auf Steckborn-Schanz am Untersee. Die Denkmale in Sipplingen und Litzelstetten liegen an gegenüberliegenden Ufern am Überlingersee.

 

Literatur

Ostendorp, W., Dienst, M., Kramer, I., Mainberger, M. (2008): Konzeption ökologischer Begleituntersuchungen bei der Sicherung von Unterwasserdenkmalen am Bodensee (UED-ÖBU). – Gutachten der Arbeitsgruppe Bodenseeufer (AGBU) e.V. für das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und das Amt für Archäologie Thurgau, 93 S., www.bodensee-ufer.de